
Unsere Geschichte
Generationen von Feuerwehrleuten haben unsere Wehr aufgebaut, geprägt und weiterentwickelt.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1883 steht die Freiwillige Feuerwehr Sand in Taufers im Dienst der Bevölkerung. Aus einer mit einfachen Handpumpen, Feuerkübeln und Hanfschläuchen ausgerüsteten Mannschaft entwickelte sich über Generationen eine moderne und vielseitig ausgebildete Feuerwehr.
Kriege, Naturkatastrophen, technische Entwicklungen und neue Einsatzaufgaben haben die Geschichte der Wehr geprägt. Geblieben sind die Kameradschaft, die Einsatzbereitschaft und das gemeinsame Ziel, Menschen in Not schnell und verlässlich zu helfen.
Unsere Geschichte
Früher und Heute
Von Feuerkübeln und Handpumpen bis hin zu modernen Einsatzfahrzeugen und Spezialausrüstung: Ein Blick auf die technische Entwicklung unserer Wehr zeigt, wie stark sich der Feuerwehrdienst seit 1883 verändert hat.
Zur Gründungszeit musste Löschwasser noch mit einfachen Mitteln zur Einsatzstelle gebracht und von Hand gefördert werden. Heute stehen der Feuerwehr leistungsfähige Pumpen, große Schlauchmengen, Hydranten und wasserführende Einsatzfahrzeuge zur Verfügung.
| Damals | Heute |
| Im Jahr 1883 verfügte die Feuerwehr unter anderem über 47 Feuerkübel und lediglich 45 Meter Hanfschläuche. Das Wasser musste mit handbetriebenen Spritzen gefördert werden, was der Mannschaft viel Kraft und Ausdauer abverlangte. | Moderne Pumpen, Kunststoffschläuche und wasserführende Einsatzfahrzeuge ermöglichen eine schnelle und leistungsfähige Löschwasserversorgung. Zusätzlich kann im Ortsgebiet auf ein ausgebautes Hydrantennetz zurückgegriffen werden. |
Einen wichtigen Fortschritt brachte 1908 die neue Hochdruck-Wasserleitung. Mit ihr entstand im Ortsgebiet ein Netz von Hydranten, das die Brandbekämpfung wesentlich erleichterte.
Während die ersten Feuerwehrleute ihre Geräte noch von Hand oder mit Fuhrwerken transportieren mussten, ermöglichen moderne Einsatzfahrzeuge heute ein schnelles Ausrücken mit umfangreicher Ausrüstung.
| Damals | Heute |
| In den Anfangsjahren wurden Spritzen, Leitern und Schläuche von Hand oder mit einfachen Transportmitteln zur Einsatzstelle gebracht. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Motorisierung der Wehr. | Moderne Feuerwehrfahrzeuge bringen Mannschaft, Löschwasser und Spezialgeräte innerhalb kurzer Zeit an die Einsatzstelle. Je nach Einsatzart steht die passende Ausrüstung bereits im Fahrzeug bereit. |
Das erste motorisierte Feuerwehrfahrzeug war ein umgebauter Militär-Jeep. Im Sommer 1948 wurde er gemeinsam mit der ersten motorbetriebenen Pumpe eingeweiht. 1974 folgte mit dem Mercedes-Unimog das erste Tanklöschfahrzeug der Wehr.
Damit Hilfe schnell ankommt, müssen die Feuerwehrleute zuverlässig alarmiert werden und sich während des Einsatzes verständigen können. Auch hier hat sich seit der Gründungszeit vieles verändert.
| Damals | Heute |
| Vor der Gründung wurden die Männer bei einem Brand durch Sturmläuten oder Sturmblasen zusammengerufen. Später erfolgte die Alarmierung über eine Sirene. Die Verständigung am Einsatzort war vor allem auf Zurufe und Signale angewiesen. | Heute werden die Mitglieder gezielt und innerhalb weniger Augenblicke alarmiert. Funkgeräte ermöglichen eine laufende Abstimmung zwischen Einsatzleitung, Fahrzeugen und Mannschaft.n. |
Die ersten Feuerwehrfunkgeräte kamen 1976 zum Einsatz. Gerade bei den zahlreichen Waldbränden dieses trockenen Jahres erwiesen sie sich als große Hilfe. Später wurde die Sirenenalarmierung bei kleineren Einsätzen durch die stille Alarmierung über Personenrufempfänger ergänzt.
Die persönliche Ausrüstung schützt Feuerwehrleute vor Hitze, Rauch, herabfallenden Gegenständen und weiteren Gefahren. Was heute selbstverständlich erscheint, war in der Gründungszeit noch sehr einfach gehalten.
| Damals | Heute |
| Die Mannschaft trug eine braune Lodenbluse und eine Kappe. Nur einzelne Funktionen verfügten über Lederhelme, Gurte, Beile oder Seile. Einen einheitlichen umfassenden Schutz gab es nicht. | Moderne Einsatzbekleidung besteht aus widerstandsfähigen Schutzmaterialien und gut sichtbaren Reflexstreifen. Helm, Stiefel, Handschuhe und weitere persönliche Ausrüstung sind auf unterschiedliche Einsatzgefahren abgestimmt.n. |
Eine kleine Kuriosität der Geschichte: In den 1970er-Jahren beschaffte die Feuerwehr nachtleuchtende gelbgrüne Helme. Auf behördliche Anordnung mussten diese zunächst schwarz lackiert werden. Rund 15 Jahre später wurde genau diese gelbgrüne Farbe für die Feuerwehren in Südtirol vorgeschrieben.
Die Feuerwehr wird längst nicht mehr nur zu Bränden gerufen. Verkehrsunfälle, Unwetterschäden, eingeklemmte Personen und technische Notlagen gehören heute ebenso zu ihrem Aufgabenbereich.
| Damals | Heute |
| In den ersten Jahrzehnten standen vor allem die Brandbekämpfung und der Schutz vor Hochwasser im Mittelpunkt. Für technische Rettungen gab es kaum geeignete Geräte. | Hydraulische Rettungsgeräte, Hebekissen, Motorsägen, Trennwerkzeuge und Sicherungssysteme ermöglichen eine schnelle und möglichst schonende Hilfe bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Notlagen.Hydrantennetz zurückgegriffen werden. |
Mit der steigenden Mobilität nahm in den 1980er-Jahren auch die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu. Deshalb wurde ein Rüst-Löschfahrzeug mit Rettungsschere, Spreizer, Hebekissen, Seilwinden und weiterem Spezialwerkzeug angeschafft.
Neue Gefahren verlangen neue Ausrüstung und eine entsprechende Ausbildung. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden deshalb spezialisierte Bereiche wie Atemschutz, Waldbrandbekämpfung und Wasserrettung.
| Damals | Heute |
| Die historische Ausrüstung bestand überwiegend aus Leitern, Seilen, Handpumpen, Feuerkübeln und einfachem Werkzeug. Einsätze in Rauch, schwierigem Gelände oder Wildwasser waren nur sehr eingeschränkt möglich. | Atemschutzgeräte, Wärmebildkameras, Schlauchrucksäcke und die Ausrüstung der Bootsgruppe ermöglichen Einsätze unter Bedingungen, die früher kaum sicher zu bewältigen gewesen wären. |
Ab den 1970er-Jahren wurden die ersten Atemschutzgeräte beschafft. Für Waldbrände kamen später Schlauchrucksäcke mit D-Faltschläuchen hinzu. Nach dem Busunglück in der Ahr im Jahr 1997 wurden Mitglieder im Wildwasser ausgebildet und die Grundlagen für die heutige Bootsgruppe geschaffen.
Historische Bildergalerie










































Noch tiefer in unsere Geschichte eintauchen
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Auf 40 Seiten zeigt sie die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Sand in Taufers von den ersten Handpumpen und Feuerkübeln bis hin zu modernen Fahrzeugen, Atemschutz, Funk und Bootsgruppe. Historische Fotografien, Einsatzberichte und persönliche Erinnerungen machen die Vergangenheit der Wehr lebendig.









